Insektenschutz mit Verstand

Was ist Feinstaub?

Feinstaub ist ein Gemisch aus flüssigen und festen Partikeln die organisch sowie anorganisch sein können. Die Größe, Zusammensetzung und die Quelle dieser Partikel können von Region zu Region variieren.

Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA kategorisierte erstmals 1987 den Feinstaub in dem Standard for particulate Matter (PM):

Die sogenannte PM10-Fraktion beinhaltet Partikel mit einem Durchmesser von 10 bis 2,5 µm, diese können in die Nasenhöhlen und die Luftröhre eindringen.

Partikel mit einer Größe zwischen 0,1 bis 2,5 µm werden als Feinstaub bezeichnet und können bis in die Bronchien und die Lungenbläschen vordringen.
Bei Partikeln die kleiner sind als 0,1 µm spricht man von Ultrafeinstaub, diese können sogar ins Lungengewebe oder in den Blutkreislauf gelangen.

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaub kann aus natürlichen Quellen stammen, er wird allerdings hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten erzeugt.
Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Feinstaub:

Von primärem Feinstaub spricht man wenn dieser direkt aus einer Quelle kommt, zum Beispiel bei Verbrennungsprozessen, Bremsen- und Reifenabrieb oder auch Bodenerosion.

Der sekundäre Feinstaub wird erst in der Atmosphäre aus Vorläufersubstanzen gebildet.
Bei diesen Substanzen handelt es sich zum Beispiel um Schwefel- und Stickoxide und Ammoniak.

 

Was sind die Gesundheitsrisiken?

Der Feinstaub und auch der Ultrafeinstaub haben die größte Auswirkung auf die menschliche Gesundheit, da sie tief in die Lunge eindringen können.
Es gibt Studien die Feinstaub mit zahlreichen Gesundheitsproblemen in Zusammenhang bringen. Hierzu gehören Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen oder auch Krebs.

 

Welche Grenzwerte gibt es?

Für Europa sind die Grenzwerte in der Richtlinie 2008/50/EG festgelegt.
Diese legt für die PM10 Fraktion einen Jahresmittelwert von 40 µg/m3 fest und einen Tagesgrenzwert von 50 µg/m3, welcher nicht mehr als 35mal im Jahr überschritten werden darf.
Für die PM2,5 Fraktion gilt der Jahresmittelwert von 25 µg/m3: Ab dem Jahr 2020 darf dann ein Wert von 20 µg/m3 nicht mehr überschritten werden.

In den USA werden die Grenzwerte von der Environmental Protection Agency (EPA) festgelegt.
Für die PM10 Fraktion darf der Tagesgrenzwert von 150 μg/m3 höchstens einmal pro Jahr überschritten werden (bei einem Mittelwert über 3 Jahre).
Der Tagesgrenzwert für die PM2,5 Fraktion liegt bei 35 μg/m3: Der Jahresmittelwert liegt bei 12 μg/m3 (für beide gilt ein Mittelwert über 3 Jahre).

In China gelten seit 2012 folgende Grenzwerte:
Für die PM10 Fraktion gilt ein Tagesgrenzwert von 50 μg/m3 in Nationalparks, Naturschutzgebieten und historischen Stätten.
Für Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Industriegebieten gilt ein Tagesgrenzwert von 150 μg/m3

Für die PM10 Fraktion gilt ein Jahresmittelwertvon 40 μg/m3 in Nationalparks, Naturschutzgebieten und historischen Stätten.
Für Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Industriegebieten gilt ein Jahresmittelwert von 70 μg/m3

Für die PM2,5 Fraktion gilt ein Tagesgrenzwert von 35 μg/m3 in Nationalparks, Naturschutzgebieten und historischen Stätten.
Für Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Industriegebieten gilt ein Tagesgrenzwert von 75 μg/m3

Für die PM2,5 Fraktion gilt ein Jahresmittelwert von 15 μg/m3 in Nationalparks, Naturschutzgebieten und historischen Stätten.
Für Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Industriegebieten gilt ein Jahresmittelwert von 35 μg/m3

 

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